Eröffnung der Sonderausstellung zum Internationalen Museumstag
Der Architekt Georg Fehleisen
ein Desingner in der Spur von Heinrich Metzendorf
21.Mai 2006
11:00 Uhr
Begrüßung und Eröffnung
Einführung in die Ausstellung
Prof. Frank Opperman
11:00 -18:00 Uhr
Tag der offenen Tür
14:00 Uhr
Aufmarsch der Historischen Bürgerwehr
mit Spielmannszug und Biedermeiergruppe
Dauer der Sonderausstellung
bis 2.Juli 2006
Der Architekt Georg Fehleisen
Ein Designer in der Spur von Heinrich Metzendorf
Georg Fehleisen wurde am 2.März 1893 in Schwäbisch Hall geboren. An der TH Stuttgart begann er 1912
das Studium
der Architektur, das er nach dem ersten Weltkrieg mit der Promotion zum Dr.-Ing. abschloß. Georg Metzendorf, der zwei
Jahre vorher
das Bensheimer Büro seines verstorben Bruders Heinrich übernommen hatte, holte ihn 1925 nach Essen.
1927 übernahm Georg Fehleisen die Leitung des Bensheimer Büros und trat in die große Spur von Heinrich Metzendorf.
In Zwingenberg plante er die Fissan-Werke und die 1933 "Adolf-Hitler-Siedlung" benannte Sauer Anlage. Es blieb ihm nicht
mehr viel Zeit,
seinen eigenen Stil weiter zu entwickeln. Er starb am 30.November 1936 nach einem Verkehrsunfall in Bad Ems.
In dieser Sonderausstellung begegnet uns Georg Fehleisen nicht nur als Architekt mit Entwürfen für Industrie- und
Wohnbauten sowie Werksiedlungen, sondern auch als Privatperson, die ihre Reiseimpressionen in Skizzen, leichten Aquarellen
und fabulierenden Pastellen festhält.
Zu sehen sind Entwürfe, Detailstudien, Skizzen und Ausführungen in der neuen Stilrichtung des Art deco. Das Prinzip der
Gestaltung liegt in der geometrischen Grundhaltung, die sich vielfältig abgewandelt in Form und Dekor darstellt.
Hervorzuheben ist ebenso die starke Farbigkeit des Art deco, die eine Hinwendung zur Kunst der alten Ägypten aufzeigt.
Charakteristische Elemente weist die Architektur auf, aber ebenso findet sie Anwendung bei Möbeln, Porzellan, Büchern,
Gläsern, Metall, Keramik oder bei Plakaten und Stoffmustern.
Ganz privat erleben wir den Architekten Georg Fehleisen in den Bilden seiner Reiseimpressionen nach Italien. Aquarelle,
Skizzen, kleine Studien und auch
immer wieder Versuche von Entwürfen hat er von seinen Reisen mitgebracht. Zarte, pastellige und märchenhaft animierende
Bilder
sprechen von seiner Kreativität, Lebensfreude und Vielseitigkeit in seinem Schaffensprozess.