Eine Ausstellung des Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden bearbeitet von Dr.
Johann Zilien
Das Attentat auf Adolf Hitler und der sich daran anschließende Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 waren
der Kuliminationspunkt des Widerstands gegen das verbrecherische NS-Regime. In einer fast ausweglosen
Situation wagten die Verschwörer des 20. Juli 1944 den ''entscheidenden Wurf''. Für die meisten der beteiligten
Widerstandskämpfer und auch ihre Angehörigen endete dieser letzte große Akt des Aufbegehrens in einer Katastrophe.
Die Vorgeschichte, die Ereignisse dieses Tages und ihre Folge stehen im Zentrum dieser Ausstellung,
die sich nicht auf den 20. Juli 1944 beschränkt. Dargestellt wird auch die enge, wechselseitige Verknüpfung von militärischem
und zivilem Widerstand. Pädagogisch ist mit dieser Ausstellung des Hessischen Hauptstaatsarchiv der Anspruch verbunden,
jungen Menschen herausragende Persönlichkeiten des Widerstands nahe zu bringen,
die aus Hessen stammen oder in Hessen gegen das NS-Regime gekämpft haben.
Die einzelnen Tafeln sind inhaltlich zweigeteilt. Der erste Teil beschreibt
übergreifend Widerstandsgruppen mit ihren jeweiligen politischen Horizonten.
Was schließlich Menschen aus diesen Gruppierungen individuell dazu bewogen hat, sich der Diktatur
entgegenzustellen und in vielen Fällen auch ihr Leben zu opfern,
beschreiben die einzelnen Lebensbilder im zweiten Abschnitt der Tafeln. Hier wird noch einmal deutlich, dass
der Widerstand gegen die Barbarei zuvorderst auf einer persönlichen Gewissensentscheidung
beruhte. Daher auch der Titel der Ausstelung in Anlenung an einen Ausspruch des ehemaligen
Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker: ''... ihr Gewissen war ihr Antrieb''.